DIE LINKE prä­sen­tier­te den Film „Rosa Luxem­burg“


DIE LINKE prä­sen­tier­te den Film „Rosa Luxem­burg“

Am Sonn­tag, dem 11.03. herrsch­te im Casa­blan­ca-Kino in Nürn­berg schon am Vor­mit­tag gro­ßer Andrang. Die Par­tei DIE LINKE hat­te zu einer Son­der­vor­stel­lung des neu über­ar­bei­te­ten Films „Rosa Luxem­burg“ von Mar­ga­re­the von Trot­ta ein­ge­la­den. In die­sem Jahr jähr­te sich näm­lich zum 100. Mal die grau­sa­me Ermor­dung von Rosa Luxem­burg am 15. Janu­ar 1919.

Im voll besetz­ten Kino­saal begrüß­te Stadt- und Bezirks­rat Titus Schül­ler die Kino­be­su­che­rIn­nen. Kath­rin Flach Gomez eine der drei baye­ri­schen Kan­di­da­tIn­nen der Lin­ken für das Euro­pa­par­la­ment erin­ner­te in ihrer Anspra­che an die Aktua­li­tät der Ideen der Revo­lu­tio­nä­rin. Sie rief dazu auf, sich vor Augen zu füh­ren, dass es in unse­rer glo­ba­li­sier­ten Welt wich­ti­ger denn je sei, sich als Arbei­ter­klas­se soli­da­risch gegen die Ungleich­ver­tei­lung und Aus­beu­tung auf die­ser Welt ein­zu­set­zen, um Armut, Krieg und Exklu­si­on zu been­den und allen Men­schen ein Leben in Wür­de zu ermög­li­chen.

 

Rosa Luxem­burgs unbe­zwing­ba­ren Wil­le zur gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen

 

Im Film wur­de deut­lich, dass die­ses Stre­ben nach Gerech­tig­keit und gesell­schaft­li­cher Ver­än­de­rung die Trieb­fe­der für Rosa Luxem­burgs Wir­ken war. Uner­müd­lich setz­te sie sich für die Rech­te der lei­den­den und aus­ge­beu­te­ten Arbei­ter­schaft ein. Dabei war der Film weni­ger um his­to­ri­sche Voll­stän­dig­keit bemüht, als viel mehr um ein Por­trait der Revo­lu­tio­nä­rin. Die Zuschaue­rIn­nen lern­ten Rosa Luxem­burg, ein­drucks­voll gespielt von Bar­ba­ra Suko­wa, als fein­füh­li­ge und gleich­zei­tig kämp­fe­ri­sche Frau ken­nen, die einer­seits für ihre Idea­le brann­te und feu­ri­ge Reden hielt, sich aber auch lei­den­schaft­lich für die Natur und die Kunst begeis­tern konn­te. Selbst wid­rigs­ten Lebens­um­stän­den als Haft­in­sas­sin trotz­te sie mit ihrem Sinn für Ästhe­tik, indem sie in der Haft­an­stalt einen Gar­ten anleg­te sowie ihrem unbe­zwing­ba­ren Wil­len, wei­ter­hin für gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen zu kämp­fen.

Dass ihr dies bis zuletzt gelang, belegt auch der Film mit einem ihrer letz­ten Zita­te aus einem Arti­kel, den sie am 14. Janu­ar 1919 schrieb: „Ord­nung herrscht in Ber­lin!“ Ihr stump­fen Scher­gen! Eure „Ord­nung“ ist auf Sand gebaut. Die Revo­lu­ti­on wird sich mor­gen schon „ras­selnd wie­der in die Höh’ rich­ten“ und zu eurem Schre­cken mit Posau­nen­klang ver­kün­den: Ich war, ich bin, ich wer­de sein!“

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