Besuch aus Cuba: Die cuba­ni­sche Bot­schaf­te­rin in der Nürn­ber­ger Vil­la Leon


Besuch aus Cuba: Die cuba­ni­sche Bot­schaf­te­rin in der Nürn­ber­ger Vil­la Leon

Am Frei­tag 13. Mai sprach die frisch­ge­kür­te Bot­schaf­te­rin Cubas – Jua­na Mar­tí­nez Gon­zá­lez – auf einer Ver­an­stal­tung in der Nürn­ber­ger Vil­la Leon. Ein­ge­la­den hat­ten die Arbeits­ge­mein­schaft Cuba Sí der baye­ri­schen Lin­ken und ein Bünd­nis ande­rer lin­ker Gruppen.

Das The­ma der Ver­an­stal­tung: „Neu­es aus Cuba – Mensch­lich­keit trotz Wirt­schafts­krieg!“ folg­ten gut 70 Teilnehmer:innen. Auf dem Podi­um mode­rier­te Mari­an­ne Schwei­nes­bein von der Freund­schafts­ge­sell­schaft BRD-Kuba, es über­setz­te Kath­rin Flach Gomez, Nürn­ber­ger Stadt­rä­tin der Linken.

Jua­na Mar­tí­nez Gon­zá­lez begann ihren Vor­trag mit einem Dank für die Ein­la­dung zur Ver­an­stal­tung am 13.05.2022 in der Vil­la Leon in Nürn­berg, die ers­te nach ihrer Akkre­di­tie­rung zur Bot­schaf­te­rin Cubas in der BRD. Sie dank­te der seit über 30 Jah­ren akti­ven Soli­da­ri­täts­be­we­gung. Dies sei für Cuba in der momen­tan sehr schwie­ri­gen Situa­ti­on wich­ti­ger denn je. Ihr Ein­satz gegen die völ­ker­rechts­wid­ri­ge Blo­cka­de der USA mit poli­ti­schen Aktio­nen, Geld- und Sach­spen­den sei für Cuba von gro­ßer Bedeu­tung im Kampf um das Über­le­ben des sozia­lis­ti­schen Models.

US-Sank­tio­nen

Im Jahr 2014 sei unter der Regie­rung Barack Oba­mas ein Pro­zess der Nor­ma­li­sie­rung im Ver­hält­nis der bei­den Staa­ten ein­ge­lei­tet wor­den. Die­se Poli­tik sei unter Donald Trumps wie­der zurück­ge­nom­men wor­den und durch erneu­te Sank­ti­ons­maß­nah­men ver­schärft wor­den. Er ließ Cuba auf die Lis­te der Ter­ror­staa­ten set­zen, erschwer­te die Finanz­trans­ak­tio­nen, den Han­del mit Dol­lars und droh­te bei Nicht­ein­hal­tung mit Straf­maß­nah­men. Die Regie­rung Biden kün­dig­te die Rück­nah­me der Ver­schär­fun­gen an, setz­te die­se jedoch bis auf weni­ge Schrit­te nicht um. Zusätz­lich zu den Sank­tio­nen mache sich die US-Regie­rung die Aus­wir­kun­gen der Coro­na­pan­de­mie zu nut­zen, die u.a. zum Ein­bruch der Devi­sen­ein­nah­men in der Tou­ris­mus­bran­che geführt hat.Ein Grund für die der­zeit sehr schwie­ri­ge Situa­ti­on Cubas läge auch in der Import­ab­hän­gig­keit bei vie­len Pro­duk­ten. Cuba ver­su­che durch meh­re­re Maß­nah­men den Erschwer­nis­sen des täg­li­chen Lebens bei der Deckung des All­tags­be­darfs zu begeg­nen. Auch das Pro­blem der Preis­stei­ge­run­gen durch die Infla­ti­on nach der Ver­ein­heit­li­chung der Wäh­rung Anfang 2021 müss­te gelöst werden.

Neue Ver­fas­sung

Gemäß der Poli­tik der „Tarea Orden­a­mi­en­to“ (Poli­tik der kon­stan­ten Ver­än­de­rung) wur­de die im Jahr 2019 mit dem gan­zen Volk dis­ku­tier­te neu­en Ver­fas­sung ver­ab­schie­det, die die Gesamt­si­tua­ti­on berücksichtige.

Cuba ent­wick­le Pro­gram­me zur Nah­rungs­mit­tel­si­cher­heit, die durch die Stär­kung des pri­va­ten Sek­tors der Kleinst‑, Klein- und Mitt­le­ren Betrie­ben unter­stützt wer­den, sowie durch Genos­sen­schaf­ten und Koope­ra­ti­ven in der Land­wirt­schaft. Maß­nah­men für staat­li­che Unter­neh­men soll­ten effi­zi­en­ter wer­den, Ent­schei­dun­gen dezen­tra­li­siert auf die kom­mu­na­le Ebe­ne ver­la­gert wer­den. Auch aus­län­di­sche Inves­ti­tio­nen müss­ten ver­stärkt wer­den. Hier­bei sei­en Inves­ti­tio­nen nach vor­he­ri­ger Eva­lua­ti­on bis zu 100% aus dem Aus­land möglich.

Gro­ße Poten­tia­le wer­den im Gesund­heits- und Phar­ma­be­reich gese­hen. So habe Cuba 5 Impf­stof­fe gegen Covid19 ent­wi­ckelt und her­ge­stellt; sie könn­ten auch auf dem euro­päi­schen Markt ver­kauft wer­den könn­ten, wenn sie von der WHO aner­kannt würden.

In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on konn­te Jua­na Mar­tí­nez Fra­gen beant­wor­ten. Hier­bei beton­te sie den sozia­lis­ti­schen Cha­rak­ter der Ver­fas­sung, der bei allen Maß­nah­men erhal­ten bleibe.

Gespräch mit Pflegekräften

Noch vor der Ver­an­stal­tung hat­te die Bot­schaf­te­rin mit strei­ken­den Pfle­ge­kräf­ten gespro­chen. Die Strei­ken­den stell­ten im Gewerk­schafts­haus ihre Pro­ble­me mit einem gewinn­ori­en­tier­ten Gesund­heits­sys­tem dar. Es füh­re sie an die Gren­ze ihrer Belast­bar­keit und mache es fast unmög­lich, mensch­lich auf die Pati­en­ten einzugehen.

Saal 600

Am zwei­ten Tag ihres Besu­ches in Nürn­berg führ­te Dr. Hel­mut Sör­gel Frau Mar­tí­nez Gon­zá­lez durch das Memo­ri­al Saal 600. Die­ser Saal wur­de bekannt, weil hier die Alli­ier­ten ab 1945 hier ehe­mals füh­ren­den Nazis als Kriegs­ver­bre­chern den Pro­zess machten.

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